Schweizer Open-Water-Meisterschaften in Tenero

Schweizer Open-Water-Meisterschaften in Tenero

 

07. September 2026

Vier Schweizermeistertitel, sechs Medaillen und Rang zwei im nationalen Medaillenspiegel!

Basel Aquatics glänzt an den Schweizer Open-Water-Meisterschaften in Tenero

Vier Schweizermeistertitel, sechs Medaillen und Rang zwei im nationalen Medaillenspiegel der Clubs: Basel Aquatics beendet die Saison 2025/26 in Tenero auf eindrucksvolle Weise. Getragen von herausragenden Leistungen unserer Masters und einem weiteren Titel von Emma Fredersdorf über 10 km bestätigte das Team gleichzeitig sein grosses Potenzial für die Zukunft.

Die Schweizer Open-Water-Meisterschaften vom 5. und 6. September in Tenero bildeten den Abschluss der Saison 2025/26 – und Basel Aquatics setzte dabei noch einmal ein starkes Ausrufezeichen.

Mit 4 Gold- und 2 Silbermedaillen belegt Basel Aquatics im Medaillenspiegel der Clubs den zweiten Rang, direkt hinter Swim Regio Solothurn mit fünf Titeln. Ein umso bemerkenswerteres Ergebnis, als Basel Aquatics mit einer vergleichsweise kleinen Delegation antrat und die Vorbereitung alles andere als optimal verlief.

Herausragende Masters über 3 km

Ein grosser Teil dieser hervorragenden Bilanz geht auf das Konto unserer Masters, die über 3 km aussergewöhnliche Leistungen zeigten.

Saverio Multin gewann die Kategorie 25–29 Jahre, Valentin Schuhmann holte ebenfalls Gold bei den 30–34-Jährigen. Am anderen Ende des Altersspektrums sicherte sich Kurt Frei den Schweizermeistertitel in der Kategorie 80–84 Jahre – ein wunderbares Beispiel dafür, wie vielfältig der Schwimmsport bei Basel Aquatics gelebt wird. Antonio Peinado und David Lopez komplettierten die starke Masters-Bilanz mit zwei Silbermedaillen. 

Diese Resultate belohnen nicht nur das grosse Engagement unserer Athleten, sondern auch die kontinuierliche Arbeit mit der Masters-Gruppe während der gesamten Saison. Sie sind für Basel Aquatics eine grosse Freude und zeigen eindrücklich, dass sportliche Leistung und ambitioniertes Training in jedem Alter möglich sind.

Wertvolle erste Erfahrungen im Open Water

Für mehrere Schwimmerinnen und Schwimmer von Basel Aquatics waren diese Schweizer Meisterschaften gleichzeitig die erste Open-Water-Erfahrung, darunter Samuel Hutzal, Aleks Vardumyan und Jacqueline Fischer.

Gerade im Freiwasserschwimmen spielt Erfahrung eine entscheidende Rolle. Orientierung, Wahl der richtigen Linie, Umgang mit Körperkontakt, Renneinteilung, Beobachtung der Konkurrenz und taktische Entscheidungen über mehrere Kilometer sind Fähigkeiten, die sich letztlich nur unter Wettkampfbedingungen entwickeln lassen.

Über 10 km, der Königsdisziplin und olympischen Distanz im Open Water, zeigten Ann-Sophie Baur und Jacqueline Fischer bereits ein sehr gutes taktisches Verständnis. Beide konnten ihr Rennen intelligent aufbauen und das Tempo im Verlauf der Distanz steigern – ein vielversprechendes Zeichen für die Zukunft.

Samuel Hutzal und Aleks Vardumyan hatten bei ihrem ersten Start auf dieser Distanz insbesondere mit der Orientierung zu kämpfen. Das gehört jedoch zu den typischen Herausforderungen beim Einstieg ins Open Water und ist genau jene Erfahrung, die man sammeln muss, um sich bei zukünftigen Rennen weiterzuentwickeln.

Emma Fredersdorf zum vierten Mal in Folge Schweizermeisterin

Die grosse Bestätigung des Wochenendes lieferte Emma Fredersdorf.

Parallel zur Schweizer Meisterschaft startete sie auch im European Aquatics Open Water Swimming Cup und zeigte dort ein hervorragendes Rennen. Mit Rang 8 erzielte sie ihr bisher bestes Resultat auf dieser Ebene. Dabei gilt es einzuordnen, dass das internationale Teilnehmerfeld dieses Mal etwas weniger stark besetzt war als bei anderen Europacup-Rennen. Dennoch ist das Ergebnis angesichts der schwierigen Vorbereitung besonders erfreulich.

Denn die Vorbereitung von Emma – wie auch jene eines Teils unseres Teams – wurde in den vergangenen Wochen erheblich beeinträchtigt. Seit dem Trainingsstart am 10. August hatte ein sommerlicher Grippevirus den Club getroffen. Mehrere Athletinnen und Athleten mussten noch am Tag vor beziehungsweise zwei Tage vor den Meisterschaften auf einen Start verzichten. Andere konnten nur sehr unregelmässig trainieren. Auch Emma war mehrere Tage krank, sodass ihr Trainingsprogramm bis kurz vor dem Wettkampf angepasst werden musste.

Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen war sie am entscheidenden Tag bereit.

Und vor allem: Emma sicherte sich über 10 km bereits zum vierten Mal in Folge den Schweizermeistertitel. Eine aussergewöhnliche Konstanz, mit der sie ihre Position als eine der klaren Referenzen im Schweizer Open-Water-Schwimmen weiter festigt.

Ein starker Abschluss einer aussergewöhnlichen Saison

Tenero hatte für Basel Aquatics eine besondere Bedeutung: Die Schweizer Open-Water-Meisterschaften waren der letzte Wettkampf der Saison 2025/26.

Und besser hätte diese Saison kaum enden können.

Die vier weiteren Schweizermeistertitel und insgesamt sechs Medaillen bereichern die Bilanz einer Saison, die ohne Zweifel als eine der erfolgreichsten der vergangenen Jahre für Basel Aquatics in Erinnerung bleiben wird.

Doch Tenero steht nicht nur für Medaillen. Mehrere Athletinnen und Athleten konnten erstmals Open-Water-Erfahrung sammeln und damit einen wichtigen Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung machen. Gleichzeitig entsteht eine neue Gruppe von Schwimmerinnen und Schwimmern, die in Zukunft auch auf den längeren Distanzen erfolgreich sein kann.

Die Delegation wurde in Tenero zunächst von Mané und Xavier Fleury betreut. Für die 10-km-Rennen übernahm Mané die Betreuung, während Xavier im Einsatz mit der Schweizer Nationalmannschaft stand.

Ein grosses Bravo an alle Schwimmerinnen und Schwimmer für ihre Leistungen, ihren Einsatz und ihre Fähigkeit, trotz der schwierigen Vorbereitung das Beste aus diesem Wochenende herauszuholen.

Ebenso ein herzliches Dankeschön an das gesamte Trainerteam für die während der Saison geleistete Arbeit – insbesondere an Mané und Christoph für ihre hervorragende Arbeit mit den Masters, deren Resultate in Tenero für sich sprechen.

Basel Aquatics beendet die Saison 2025/26 damit mit vier weiteren nationalen Titeln, sechs Medaillen und Rang zwei im Medaillenspiegel der Clubs – und mit viel Motivation, diese erfolgreiche Entwicklung in der kommenden Saison fortzusetzen.

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Autor: Xavier Fleury