Eine EM, die in Erinnerung bleibt
15. September 2026
Basel Aquatics glänzt an der Masters-EM in Šamorín
Neun Europameistertitel, weitere Podestplätze, zahlreiche Top-Ten-Klassierungen und eine beeindruckende Serie von Schweizer Rekorden: Die Masters von Basel Aquatics präsentierten sich an den European Aquatics Masters Championships 2026 in Šamorín in hervorragender Form. Allen voran sorgte der 80-jährige Kurt Frei mit sieben EM-Titeln für eine aussergewöhnliche Bilanz. Doch auch das gesamte Basler Team überzeugte auf der europäischen Bühne.
Vom 18. bis 30. August 2026 traf sich die europäische Masters-Elite in der Slowakei. Insgesamt standen über 2’600 Schwimmerinnen und Schwimmer aus 40 Nationen und mehr als 1’000 Clubs am Start. Die Wettkämpfe im Becken wurden auf der 50-Meter-Bahn der x-bionic® sphere in Šamorín ausgetragen, die Open-Water-Rennen in einem Seitenkanal der Donau.
Für die Schweiz waren 53 Masters aus 17 Vereinen am Start. Mittendrin: die Masters von Basel Aquatics.
Kurt Frei: Siebenmal Europameister mit 80 Jahren
Die herausragende Basler Leistung dieser Europameisterschaften gelang unserem Ehrenmitglied Kurt Frei. In seiner neuen Altersklasse 80–84 gewann er nicht weniger als sieben Europameistertitel – fünf im Becken und zwei im Open Water.
Gold holte Kurt über 800 m Freistil (13:15,48), 200 m Lagen (3:29,50), 400 m Lagen (7:25,80), 400 m Freistil (6:36,36) und 200 m Brust (3:52,29). Im Open Water folgten die Europameistertitel über 1’500 m (25:01,39) und 3’000 m (51:27,72).
Damit nicht genug: Über 200 m Rücken und 100 m Rücken gewann Kurt jeweils Silber.
Gleichzeitig schrieb er die Schweizer Rekordlisten weiter um. Über 800 m Freistil verbesserte er seinen eigenen Schweizer Mastersrekord auf 13:15,48. Auch seine Zwischenzeiten über 100, 200 und 400 m bedeuteten neue Schweizer Bestmarken. Schweizer Rekorde folgten ebenfalls über 200 und 400 m Lagen, 200 m Rücken, 200 m Brust und 100 m Rücken sowie bei weiteren Zwischenzeiten.
Eine aussergewöhnliche Bilanz für einen Athleten, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiern konnte.
Mit den sieben Titeln von Šamorín steigt Kurts beeindruckende internationale Bilanz auf mittlerweile 25 Europameistertitel und einen Weltmeistertitel.
Irene Nestor: Zweimal Gold und zweimal Silber
Ebenfalls eine hervorragende Europameisterschaft schwamm Irene Nestor in der Altersklasse 75–79.
Über 200 m Rücken gewann sie in 3:44,92 den Europameistertitel. Ein zweites Mal Gold gab es über 100 m Rücken in 1:43,71.
Über 800 m Freistil und 400 m Freistil schwamm Irene jeweils auf den zweiten Platz und sicherte sich damit zwei weitere Silbermedaillen. Über 200 m Lagen erreichte sie zudem einen starken vierten Rang.
Damit kehrte Irene mit vier EM-Medaillen – zweimal Gold und zweimal Silber – aus der Slowakei zurück.
Arnd Brandenburg mit Bronze
Auch Arnd Brandenburg zeigte in der Altersklasse 60–64 seine Vielseitigkeit.
Sein bestes Resultat gelang ihm über 200 m Schmetterling: In 2:55,04 schwamm er auf den dritten Platz und damit zur EM-Bronzemedaille.
Hinzu kamen weitere starke Platzierungen: Rang vier über 800 m Freistil, Rang fünf über 400 m Lagen, Rang sechs über 400 m Freistil sowie Rang sieben über 200 m Lagen.
Schweizer Rekord für Karl Schwarz
Karl Schwarz startete in der Altersklasse 65–69 und durfte sich ebenfalls über ein besonderes Resultat freuen.
Über 200 m Rücken erreichte er in 3:03,34 den fünften Rang und verbesserte gleichzeitig seinen eigenen Schweizer Mastersrekord.
Dazu kamen zwei weitere Top-Ten-Platzierungen über 200 m Freistil und 50 m Rücken.
Starke Basler Leistungen in der AK 35–44
Auch unsere jüngeren Masters überzeugten.
Corinne Studer erreichte in der Altersklasse 35–39 über 100 m Rücken einen starken fünften Rang. Über 200 m Rücken wurde sie Siebte und über 50 m Schmetterling belegte sie Rang 13.
Jorge Richard Angulo zeigte in der Altersklasse 40–44 eine starke Serie mit gleich fünf Top-Ten-Platzierungen. Über 100 m Rücken fehlte als Vierter nur wenig zum Podest. Dazu kamen Rang fünf über 200 m Rücken, Rang sechs über 800 m Freistil, Rang sieben über 200 m Freistil und Rang acht über 400 m Freistil.
Daniela Cattelan überzeugte ebenfalls mit drei Top-Ten-Ergebnissen. Über 400 m Lagen erreichte sie Rang vier, über 200 m Lagen Rang fünf und über 200 m Rücken Rang acht.
Gemeinsam auch in den Staffeln stark
Nicht nur in den Einzelrennen präsentierte sich Basel Aquatics erfolgreich.
In der 4 × 50 m Lagen Mixed-Staffel der AK 160–199 schwammen Jorge Richard Angulo, Arnd Brandenburg, Corinne Studer und Daniela Cattelan gemeinsam auf Rang sechs.
In der 4 × 50 m Freistil Mixed-Staffel erreichte dasselbe Quartett den siebten Platz.
Zwei weitere Top-Ten-Ergebnisse und vor allem ein schönes Zeichen für den Teamgeist unserer Masters.
Eine EM, die in Erinnerung bleibt
Die European Aquatics Masters Championships 2026 haben einmal mehr gezeigt, wie vielfältig und leistungsstark unser Masters-Team ist.
Von der Altersklasse 35–39 bis zur AK 80–84 vertraten unsere Schwimmerinnen und Schwimmer Basel Aquatics mit grossem Einsatz auf europäischer Bühne. Neun Europameistertitel, vier Silbermedaillen, eine Bronzemedaille, zahlreiche Schweizer Rekorde und viele weitere Top-Ten-Platzierungen ergeben eine eindrückliche Basler Gesamtbilanz.
Besonders schön ist dabei die enorme Altersspanne unseres Teams. Masters-Schwimmen verbindet sportlichen Ehrgeiz, Gemeinschaft und die Freude am Schwimmsport über Jahrzehnte hinweg.
Kurt Frei zeigt dies mit seinen sieben Europameistertiteln im Alter von 80 Jahren auf geradezu aussergewöhnliche Weise. Aber auch die Leistungen von Irene Nestor, Arnd Brandenburg, Karl Schwarz, Daniela Cattelan, Jorge Richard Angulo und Corinne Studer machen diese Europameisterschaften zu einem grossartigen Erfolg für Basel Aquatics.
Herzliche Gratulation an unser gesamtes Masters-Team zu diesen hervorragenden Leistungen! Wir sind stolz auf euch.
Die Zahlen habe ich nochmals anhand des detaillierten EM-Berichts kontrolliert: Für Basel Aquatics komme ich auf 9 Gold, 4 Silber und 1 Bronze: Kurt 7× Gold + 2× Silber, Irene 2× Gold + 2× Silber und Arnd 1× Bronze. Karl Schwarz steuert zudem den Schweizer Rekord über 200 m Rücken bei.
Zum Vergleich: Das gesamte Schweizer Team gewann 16 Gold-, 12 Silber- und 13 Bronzemedaillen und stellte 45 Schweizer Mastersrekorde auf. Damit kamen allein mehr als die Hälfte der Schweizer EM-Goldmedaillen aus dem Basel-Aquatics-Team.
?Originalbericht von Swiss Aquatics zur Masters-EM 2026








